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Stempel richtig einfärben

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Wer mit dem Stempeln beginnt, der drückt seinen Stempel zum Einfärben meistens kräftig ins Stempelkissen … und wundert sich dann über eventuell nicht ganz perfekte Abdrücke. Um genau das zu vermeiden, möchte ich euch hier eine kleine Einführung geben, wie ich meine Stempel einfärbe. Das muss nicht die einzig richtige Variante sein, gerne kannst du ausprobieren wie du persönlich am Besten zurecht kommst. Aber ich hoffe dir so Anhaltspunkte für einen gelungenen Stempel-Einstieg geben zu können.

Ministempel



Bei den Ministempelchen tupfe ich tatsächlich mit dem Stempel aufs Stempelkissen. Bei einem neuen Stempelkissen nur leicht auf die Kissenoberfläche tupfen um nicht zu viel Farbe aufzunehmen. Die könnte sonst nämlich in die Vertiefungen des Stempels laufen und so das Stempelbild verfälschen. Besonders bei Stempelkissen mit einer weichen Schaumstoff-Oberfläche ist es wichtig den Stempel nicht zu tief einzudrücken.



Wie bei allem gibt es natürlich auch hier eine Ausnahme: wenn das Stempelkissen schon lange in Gebrauch und recht trocken ist, dann kann es Sinn machen ein paar Mal fester zu drücken um sozusagen die Farbe wieder an die Oberfläche zu „saugen“. Aber auch dann gilt: zuletzt einige Male ganz leicht auftupfen. Dann erst ist die Farbe gleichmäßig verteilt, und es haftet tatsächlich mehr Farbe am Stempel als nach dem festen Eindrücken und der Abdruck wird kräftiger.

Midistempel und größere Stempel

Bereits ab der Midi-Größe färbe ich meine Stempel genau umgekehrt ein: ich lege den Stempel auf den Tisch, mit dem Gummi nach oben. Am Holz halte ich ihn vorsichtig fest (die Finger so weit unten am Tisch wie möglich, um sie nicht mit einzufärben) und tupfe mit dem Stempelkissen auf den Stempel.



Das hat einige Vorteile. Zum einen habe ich persönlich so einfach mehr Geschickt und kann die Farbe vorsichtiger auftragen. Zum Anderen sehe ich ob die Stempelfläche gleichmäßig und ausrechend eingefärbt ist.



Bei umgekehrten Eindrücken des Stempels in kleine Stempelkissen drückt man schnell unabsichtlich über den Rand hinweg und hat dann eine unschöne Kante im Stempelbild.



Oder es kommt vor, dass an den Rändern zu viel, im mittleren Bereich zu wenig Farbe am Stempelgummi ist.



All das passiert nicht, wenn ich den Stempel mit dem Stempelkissen betupfe. Zugegeben, es wird einen Moment dauern bis du dich dran gewöhnt hast, aber es lohnt sich. Und bald wirst du merken, dass du gar nicht mehr drüber nachdenken musst, und das Einfärben ganz automatisch perfekt gelingt.

Stempel mehrfarbig einfärben

Möchtest du deinen Stempel mit mehreren Farben einfärben hat du verschiedene Möglichkeiten. Du kannst zuerst die hellere Farbe auftragen und dann mit einem zweiten, dunkleren Stempelkissen eine weitere Farbe dazu tupfen. Wenn du das Stempelkissen dabei leicht schräg hältst, wird der Übergang zwischen den Farben weicher.





Der Nachteil hierbei ist, dass das als zweites verwendete Stempelkissen immer etwas von der ersten Farbe annimmt, sich also am Rand leicht verfärben kann. Deshalb solltest du auch nie zuerst die dunklere, und dann die hellere Farbe verwenden.

Alternativ kannst du nach dem einfärben des Stempelns mit der ersten Farbe…



… die zweite Farbe mit einem Schaumstoff-Tupfer vom Stempelkissen abnehmen und damit auf den Stempel tupfen. Dann passiert deinem Stempelkissen nichts.





Allerdings benötigst du für jede Farbe (oder zumindest jede Farbfamilie) einen eigenen Tupfer. Auswaschen hat bei mir nicht wirklich funktioniert. Es waren immer noch Farbreste im Schaumstoff und der Tupfer hat sehr gelitten. Deshalb habe ich jetzt ein kleines Kästchen mit Tupfern in den unterschiedlichsten Farben. Die lassen sich übrigens auch sehr gut für das Wischen von Hintergründen oder den Rändern beim Arbeiten mit Schablonen verwenden.

Mit Acrylfarbe, Tusche oder Stofffarbe stempeln

Grundsätzlich würde ich dir immer dazu raten ein passendes Stempelkissen für dein Projekt zu verwenden. Die gibt es schließlich auch für Stoff, Kunststoff, Leder, Holz usw. Der Vorteil der Stempelkissen ist, dass die Farben für die Stempeltechnik perfekt abgestimmt sind und sicher funktionieren. Aber ab und zu soll es eben doch eine ganz bestimmte Farbe sein, das ist bei mir ja nicht anders. Dann stellst du dir vielleicht die Frage, wie bekomme ich die auf den Stempel? Zähflüssige und pastose Farben kannst du prima mit einem Schaumstoff-Tupfer auftragen. Je mehr Farbpigmente in der Farbe enthalten sind, desto deutlicher wird das Stempelbild. Bei einer neuen Farbe solltest du aber immer zuerst einige Testdrucke stempeln. Farben mit zu viel Bindemittel und zu wenigen Pigmenten sind nämlich leider nicht geeignet. Die sind dann einfach zum viel dickeren Aufragen mit einem Pinsel konzipiert.

Bei sehr flüssigen Farben musst du eventuell zuerst einen Farbverdicker untermischen um damit stempeln zu können. Ich habe zumindest festgestellt, dass manch eine dünnflüssige Tusche nicht auf dem Stempelgummi haftet, sondern sich zu Tropfen zusammenzieht. Hier hilft dann nur testen. Meine neon-pinkfarbene Tusche hat mit einem Tropfen zähflüssigem Trocknungsverzögerer, den ich von der Acrylmalerei im Regal stehen hatte, zum  Beispiel schon prima funktioniert.

Eine spannende Technik zum Schluss: Farbe übertragen

Wenn du einen sehr schlichten, flächigen Stempel hast, versuche auch einmal Farbe darauf zu übertragen. Das kann ganz besondere Effekte ergeben. Du färbst dazu den Flächigen Stempel mit einer hellen Farbe komplett ein. Dann färbst du einen zweiten, ferne filigran gemusterten Stempel mit einer dunklen Farbe ein.


Damit stempelst du nun in die helle Farbe auf den flächigen Stempel, …



… wodurch sich ein Teil der dunkleren Farbe überträgt.



Wenn du jetzt damit stempelst, erhält du eine Fläche mit zusätzlichem Muster. Cool, oder?